<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Agfa Parat</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Agfa_Parat"> <link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Agfa_Parat rootpage-Agfa_Parat skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Agfa Parat</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Mit <b>Parat</b> bezeichnete <a href="Agfa" title="Agfa">Agfa</a> eine Baureihe von <a href="Halbformat" class="mw-redirect" title="Halbformat">Halbformat</a>-Kleinbildkameras. Sie bestand aus drei Modellen, die zwischen 1963 und 1968 gebaut wurden und aufgrund geringer Verkaufszahlen keine Nachfolger erhielten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung">Entstehung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorgeschichte">Vorgeschichte</h3></div>
<p>In den 1960er Jahren war die Vorstellung bei den Kameraherstellern populär, die gestiegene Auflösung von Filmmaterialien werde bei Kompaktkameras zu kleineren Aufnahmeformaten führen. So entstanden einige Kameras, die mit 16 mm Filmbreite arbeiteten, etwa die <a href="Rollei#Vollkommen_neue_Produkte" title="Rollei">Rollei 16</a>, für die es aber nicht allerorten Filme zu kaufen gab. Ein anderer Weg bestand darin, den bekannten Kleinbildfilm vom Typ 135 zu verwenden und im Format 18 mm × 24 mm zu belichten. Dieses Halbformat führte naturgemäß zu einer doppelten Bildzahl, sie reichte also von 24 Aufnahmen auf einen Film mit 12 Aufnahmen im herkömmlichen Format bis zu 72 Aufnahmen anstatt gewöhnlich 36 Aufnahmen. Bekanntester Vertreter war die <i>Olympus Pen</i> in ihren verschiedenen Ausführungen. Diesen Weg ging auch das <a href="Agfa_Camerawerk_M%C3%BCnchen" title="Agfa Camerawerk München">Agfa Camerawerk München</a> mit der auf der <a href="Photokina" title="Photokina">Photokina</a> 1963 vorgestellten <i>Parat</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grundkonstruktion">Grundkonstruktion</h3></div>
<p>Die <i>Parat</i> verwendet das Kunststoffgehäuse der <a href="Agfa_Optima#Optima_500_SN" title="Agfa Optima">Optima 500 SN</a>, unterscheiden kann man die beiden Kameras vor allem am Objektiv und am Sucher: Da der Filmtransport wie gewohnt von links nach rechts ablief, ergab sich bei gewohnter Kamerahaltung das Hochformat und eben ein entsprechender Sucher. Folglich musste man die Kamera für Querformat-Fotos hochkant halten. Das kleine Bildformat hatte darüber hinaus einen geringeren Transportweg zufolge, so dass man den Schnellschalthebel auch nur halb so weit drehen musste und die Kamera entsprechend rasanter wieder aufnahmebereit war.
</p><p>Für das Objektiv setzte Agfa auf 30 mm Brennweite, was 43 mm beim Vollformat entsprach. Solch ein Objektiv ragte naturgemäß weit weniger aus dem Gehäuse heraus, weswegen die Bedienelemente für den Verschluss nicht als Drehringe ausgeführt werden konnten und es sich um Schieber mit Kunststoffgriff handelte. Die Entfernung ging aber wie gewohnt durch Drehen der – allerdings wenig griffigen – vorderen Linsenfassung vonstatten. Wie von der <i>Optima</i> gewohnt standen dafür die drei Symbole Porträt, Gruppe und Landschaft zur Verfügung sowie eine Entfernungsskala an der Unterseite. Da sich Objektive für kleinere Aufnahmeformate leichter fertigen ließen, wiesen alle <i>Parat</i>-Kameras die recht hohe Lichtstärke 1: 2,8 auf.
</p><p>Das Filmzählwerk befand sich an der Kameraunterseite und reichte bis 72 Aufnahmen. Es zählte rückwärts, wozu es nach dem Filmeinlegen entsprechend der Filmlänge eingestellt werden musste.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Paratic-Verschluss">Paratic-Verschluss</h3></div>
<p>Agfa setzte bei den <i>Parat</i>-Kameras einen Verschluss aus eigener Fertigung ein und nannte ihn vom Kameranamen abgeleitet <i>Paratic</i>. An dieser Bezeichnung hielt man auch beim Einsatz in anderen Kameras fest, den 1970 vorgestellten elektronischen Verschluss nannte man sogar <a href="Agfa_Selectronic#Paratronic-Verschluss" title="Agfa Selectronic">Paratronic</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Diafilme">Diafilme</h3></div>
<p>Agfa bot auch Diarähmchen für das Format 18 mm × 24 mm an, so dass mit einer <i>Parat</i> erstellte Dias in einem gewöhnlichen Projektor vorgeführt werden konnten. Allerdings musste aufgrund des kleineren Formats entweder ein Objektiv mit kürzerer Brennweite in den Projektor eingesetzt oder der Abstand vom Projektor zur Leinwand vergrößert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verbreitung">Verbreitung</h3></div>
<p>Die <i>Parat</i>-Kameras fanden ungeachtet ihrer Vorzüge nur wenige Käufer, was zum einen an der ungewohnten Kamerahaltung lag, zum anderen an der Größe. Schließlich hatte Agfa keine grundlegend neue Kamera konstruiert, sondern ein bestehendes, für das Halbformat eigentlich zu großes Gehäuse verwendet. Dies verursachte allerdings kaum Werkzeugkosten, so dass die Baureihe auch keinen finanziellen Verlust verursachen konnte.
</p><p>Die Kameras blieben bis 1968 im Programm, dann wurden sämtliche Kameras mit dem Gehäuse, es waren neben der <i>Optima Ia</i> noch verschiedene <a href="Agfa_Silette" title="Agfa Silette">Silette</a>-Modelle durch eine neue Generation ersetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Modelle"><i>Modelle</i></h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Parat_I"><i>Parat I</i></h3></div>
<p>Die <i>Parat I</i> verzichtete als Einstiegsmodell auf eine Belichtungsmessung. An ihr konnte mit dem Einsteller rechts (in Fotografierrichtung) am Objektiv die Belichtungszeit und mit jenem links die Blende eingestellt werden, die Werte erschienen dann in einem kleinen Fenster vorne an der Umrandung des Objektivs. Die Blendenwerte reichte von 2,8 bis 22, als Zeiten standen <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">30</sub></span> s, <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">60</sub></span> s und <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">125</sub></span> s sowie B für Langzeitaufnahmen zur Verfügung. Ein Drahtauslöser-Anschluss befand sich unterhalb der Auslösetaste.
</p><p>Die Parat I besaß ein dreilinsiges Objektiv vom Typ <i>Apotar</i> und stets eine schwarze Objektivumrandung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Paramat"><i>Paramat</i></h3></div>
<p>Die <i>Paramat</i> bot eine eingeschränkte Belichtungssteuerung, im Automatikbetrieb arbeitete der Verschluss stets mit <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">125</sub></span> s und die mit einer <a href="Belichtungsmesser" title="Belichtungsmesser">Selenzelle</a> arbeitende Steuerung wählte dazu die passende Blende. Dies geschah mit Drücken des Auslösers auf die erste Stufe, dann erschien auch ein rotes oder grünes Signal oben (bei hochkant gehaltener Kamera) bzw. rechts im Sucher für Unterbelichtung bzw. genügend Licht vorhanden.
</p><p>Die Automatik konnte mit dem Einsteller rechts (in Fotografierrichtung) am Objektiv eingeschaltet werden, welcher die Positionen Automatik, Blitzbetrieb und Langzeitaufnahme besaß. Die zugehörigen Buchstaben erschienen in jenem Fenster, das bei der <i>Parat I</i> die Belichtungszeit zeigte Die Filmempfindlichkeit konnte oben auf der Kamera mit einer Münze im Bereich von ISO 10/11° und ISO 250/25° eingestellt werden. Bei Blitzbetrieb arbeitete der Verschluss mit <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">30</sub></span> s und die Blende konnte dann mit dem zweiten Einsteller entsprechend der <i>Parat I</i> gewählt werden, ebenso bei Langzeitaufnahme.
</p><p>Die Paramat gab es sowohl mit weißer wie auch mit schwarzer Objektivumrandung, sie besaß das gleiche Objektiv wie die <i>Parat I</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Optima_Parat"><i>Optima Parat</i></h3></div>
<p>Die <i>Optima Parat</i> konnte man an den aufgeklebten Blechen an ihrem Gehäuse erkennen, deretwegen sie auch „Silberfisch“ genannt wurde, darüber hinaus besteht das ganze Gehäuse aus Metall. Entsprechend der Vollformat-Baureihe <a href="Agfa_Optima" title="Agfa Optima">Optima</a> arbeitete auch sie mit einer Programmautomatik. Die Steuerung veränderte nicht nur die Belichtungszeit von <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">30</sub></span> s bis zu <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">500</sub></span> s, sie konnte auch bis f/22 abblenden. Von der <i>Paramat</i> unterschied sich diese Kamera darüber hinaus durch ihr vierlinsiges Objektiv Solinar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zubehör"><span id="Zubeh.C3.B6r"></span><i>Zubehör</i></h3></div>
<p>Für Nahaufnahmen bot Agfa das Set <i>Natarix 18</i> an, bestehend aus einer Nahlinse für den Bereich von 40 cm bis 70 cm Aufnahmeentfernung und einem Plexiglaskeil, welcher zur Blickwinkelkorrektur vor den Sucher geklemmt wurde.
</p><p>Der sehr seltene Vorsatz <i>Telepar</i> vergrößerte die Brennweite auf 55 mm, als etwa um den Faktor 1,8.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Günther Kadlubek, Rudolf Hillebrand: <i>AGFA – Geschichte eines deutschen Weltunternehmens von 1867 bis 1997</i>. 2. Auflage, Verlag Rudolf Hillebrand, Neuss 1998, ISBN 3-89506-169-7.</li>
<li>Silke Fengler: <i>Entwickelt und fixiert : zur Unternehmens- und Technikgeschichte der deutschen Fotoindustrie, dargestellt am Beispiel der Agfa AG Leverkusen und des VEB Filmfabrik Wolfen (1945 - 1995)</i> Klartext Essen, 2009, ISBN 978-3-8375-0012-7</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://corsopolaris.net/supercameras/half/halformat1s.html">Half Format Cameras</a> (englisch)</li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-12-24" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Agfa_Parat&oldid=262708273">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>